Warum lohnt es sich, in die NET AG zu investieren? - die Top 3 Investoren im Interview

Warum lohnt es sich, in die NET AG zu investieren? - die Top 3 Investoren im Interview

04.09.2019    Beitrag von NET AG

Warum sind Sie bei der NET New Energy Technologies AG als Investor eingestiegen?

Gregor Rosinger (Anzahl Aktien:  203.590*) : Ich persönlich bin überzeugt, dass die nächsten Jahrzehnte von den Megatrends Klimaschutz, Energiewende sowie der Ernährung der steigenden Weltbevölkerung - mit einem Trend weg von der Viehwirtschaft hin zum Ackerbau - geprägt sein werden.

Mit meinem Investment in der NET New Energy Technologies AG setze ich darauf, dass aufgrund der Erfordernisse des Klimaschutzes und der Energiewende insbesondere in den Ländern Mittel- und Osteuropas verstärkt Anlagen zur Erzeugung von regenerativer Energie zum Einsatz kommen werden, insbesondere auch solche Anlagen, die Biomasse wie z.B. Agrarabfälle wie Stroh, Sonnenblumenschalen, usw. als Brennstoffe verwenden. 

Die NET New Energy Technologies AG erscheint mir mit ihrem Produkt- und Leistungsportfolio im Hinblick auf die oben erwähnten Megatrends der nächsten Jahrzehnte gut positioniert zu sein.

Eduard Bretthauer (Anzahl Aktien: 25.000*): Persönlich beschäftige ich mich seit langem mit umweltfreundlichen Technologien und investiere gerne in jene Unternehmen, die zukunftsträchtige Produkte anbieten. Die NET AG verbindet beides und befindet sich in einem aufstrebenden Marktsegment. Regional gesehen sind diese Technologien in der Ukraine sehr gefragt, deshalb glaube ich fest an die erfolgreiche Umsetzung des Businesskonzepts. Bei dem persönlichen Treffen mit Herrn Oleksii Parkhomenko hat er mich sofort mit seinem Umsetzungskonzept begeistert, denn er ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch eine starke Persönlichkeit mit klaren Zielen und Visionen. 

Sergei Tarasov (Anzahl Aktien: 15.625*): Ich bin bei der NET New Energy Technologies AG als Investor eingestiegen, weil es ein junges, kreatives, zielstrebiges Technologieunternehmen ist. Dabei geht es nicht nur um umweltfreundliche Technologien bei der Energieerzeugung (Verarbeitung von Maisstroh, Weizenstroh, Gerste, Sonnenblumenschale sowie Holzabfällen), sondern auch um Umweltschutz sowie die Umwandlung von Müll und landwirtschaftlichen Abfällen in Energie. Daher halte ich diesen Bereich für sehr vielversprechend für Investitionen.

*Anzahl der Aktien zum Stichtag 23.08.2019; Beitrag vom 28.08.2019: NET AG: Die TOP 5 Investoren-Einstiege 2019

Verfügen Sie bereits über Erfahrungen im Geschäftsfeld der NET AG oder einem ähnlichen Sektor?

Gregor Rosinger: Ja, ich habe 1993 in einem mir und meiner Gattin gehörenden Industriebetrieb begonnen mich mit Energietechnik zu beschäftigen – das war Anfangs Kraftwerkstechnik, in der Folge kam an einem weiteren Standort auch die Erzeugung von Biogasreaktoren sowie von Komponenten und Reaktoren für Biodieselanlagen sowie Technologien zur Energieerzeugung aus Biomasse dazu. Um die Jahrtausendwende habe ich unsere Energieanlagen-Technologiekompetenz an einem Standort gebündelt, darunter unter anderem auch eine Firma, die über Technologien zur Erzeugung von „Grünem Wasserstoff“ aus Biomasse verfügt. 

In Summe bin ich derzeit mit einem Betrag (historische steuerliche Anschaffungskosten) von insgesamt mehr als 40 Millionen Euro in 3 Energietechnikfirmen investiert, wobei ein Unternehmen mir fast zu 100 % Prozent gehört, die beiden anderen (darunter auch die NET New Energy Technologies AG) sind Minderheitsbeteiligungen. Die Unternehmen stehen in keiner Konkurrenz zueinander.

Eduard Bretthauer: Ja, ich beschäftige mich mit verschiedensten Technologien der Biogasproduktion. Die Technologien der NET AG sind im internationalen Benchmark sehr fortschrittlich und konkurrenzfähig. 

Sergei Tarasov: Ja, wir arbeiten neben unserem aktuellen Projekt – dem Bau einer Biogasanlage – an einem weiteren Projekt, dem Bau eines Biomassekraftwerkes mit dem 7 MW Ökostrom aus Weizenstroh und Maisabfällen erzeugt werden.

Wie bewerten Sie die Zukunft der Energieerzeugung in Zeiten des Klimawandels? Wo sehen Sie Chancen und noch ungenutzte Potentiale; welche Technologien werden sich Ihrer Einschätzung nach auf lange Sicht durchsetzen?

Gregor Rosinger: In den Mainstream-Medien wird Energie oft mit Strom gleichgesetzt, das ist aber nicht richtig, denn obwohl mit einer weiteren Erderwärmung zu rechnen ist, wird es in Mittel- und Osteuropa weiterhin Winter mit einem entsprechenden Bedarf an Energie in Form von Wärme geben.

Die Stromerzeugung durch Wind und Sonne werden weiter ausgebaut werden, sie liefern aber „nur“ Strom und das diskontinuierlich bzw. mit großen saisonalen Schwankungen. Die Speichermöglichkeiten für größere Mengen an Überschussstrom werden für viele Jahre noch nicht befriedigend gelöst werden können.

Dennoch muss aus Klimaschutzgründen der Ausstieg der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen einerseits und aus der nicht mehr akzeptablen Atomenergie anderseits gelingen.

Eine nachhaltige Lösung bieten hier Biomasseheizkraftwerke, die – idealerweise aus regional verfügbaren biogenen Abfallstoffen z.B. aus der Landwirtschaft oder von regionalen Betrieben – sowohl elektrischen Strom als auch Wärme CO2-neutral herstellen. Diese Art der Energieerzeugung ist nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig, sie verringert auch die Abhängigkeit von den erdölexportierenden Staaten, aufgrund der Regionalität auch die Transportwege, gleichzeitig schafft man Arbeitsplätze in den Regionen und kann somit beitragen, die Tendenzen zur Landflucht zu reduzieren. 

Als Nebeneffekt ist es mit einem Netz von dezentralen Biomasseheizkraftwerksanlagen auch möglich die hohen Kosten für den in vielen Regionen (z.B. Deutschland) dringend erforderlichen Hochspannungsleitungsausbau zu reduzieren.

Eduard Bretthauer: Klimawandel ist ein umstrittenes Thema und deshalb sind die Ursachen und Folgen nicht klar identifizierbar. Eindeutig ist, dass die fossilen Ressourcen nicht mehr lange zur Verfügung stehen und die Menschheit Alternativen benötigt. Schließlich werden sich jene Technologien durchsetzen, die gute Speichermöglichkeiten und lokale Erreichbarkeit bieten. Biomasse ist lokal, kann über lange Zeit gelagert werden und ist umweltneutral. Pflanzen sind wahrscheinlich die besseren „Solarzellen“, die gleichzeitig auch die Energie speichern und erst bei Bedarf diese wieder freigeben. Auch hier gibt es Gefahren der Übernutzung der Böden und Gefahren der Naturkatastrophen wie Dürren und Trockenzeit. Deshalb ist ein Mix an Energieproduktion wichtig. Das gleiche gilt auch für die eigene Investitionen, nämlich Diversifikation. 

Sergei Tarasov: Die Produktion von grüner und sicherer Energie ist in erster Linie die Rettung unseres Planeten vor den Umweltkatastrophen, die uns in den Tagen der Industrialisierung geplagt hat. Wir müssen darüber nachdenken, was wir der zukünftigen Generation überlassen. Die Ukraine ist ein Agrarland und ich bin fest davon überzeugt, dass durch den Bau unseres ersten Biomassekraftwerkes gespeist mit Weizen- sowie Maisstrohabfall ein weiterer Impuls für alle Landwirte der Ukraine gegeben wird, in grüne und sichere Energie zu investieren.